Naturerlebnis4 Tage
Selva Bananito: Nacht im Dschungel
Auf den Spuren der Wildkatzen: Wildkameras auswerten und eine Nacht auf einer Plattform mitten im Regenwald.
Schlangen, Skorpione, Pfeilgiftfrösche und Co.: welche Tiere giftig sind, wo sie leben – und warum Sie trotzdem keine Angst haben müssen.
Kurz gesagt: In Costa Rica leben rund 140 Schlangenarten, gut 20 davon sind giftig. Dazu kommen Skorpione, Pfeilgiftfrösche und einige wehrhafte Insekten. Für Reisende sind Unfälle aber äusserst selten: Die meisten Tiere sind scheu, und wer feste Schuhe trägt, auf den Wegen bleibt und nachts eine Lampe benutzt, ist gut geschützt. Costa Rica stellt seine Gegengifte selbst her, und die Spitäler sind darauf eingestellt.
Wie fast überall auf der Welt leben auch in Costa Rica zahlreiche giftige Tiere. Man denkt zuerst an Schlangen, Skorpione und Spinnen – doch gerade unter den Insekten gibt es teils erheblich giftige Vertreter. Weder Schlangen noch Skorpione oder Vogelspinnen treten aber in Massen auf. Es braucht schon Glück – oder einen erfahrenen Guide –, um sie überhaupt zu Gesicht zu bekommen. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Tiere giftig sind, wo sie leben, wie gefährlich sie wirklich sind und was im Ernstfall zu tun ist.
Gut getarnt im Laub, auf Ästen und an Wegrändern – auf Wegen bleiben und Taschenlampe nutzen.
Seltengiftig
Mit Glückgiftig
Seltengiftig
Seltengiftig
Seltengiftig
SeltengiftigKlein, aber schmerzhaft – meist harmlos, solange man nicht hineingreift oder barfuss läuft.
Häufiggiftig
Häufiggiftig
Häufiggiftig
Mit Glückgiftig
Mit Glückgiftig
Mit Glückgiftig
Häufiggiftig
Mit GlückgiftigIhr Gift sitzt in der Haut – anschauen ja, anfassen nein.
Am Strand und beim Schnorcheln: schlurfend ins Wasser gehen und nichts berühren.
| Tier | Wo | Gefahr für Reisende | Begegnung |
|---|---|---|---|
| Lanzenotter | Tiefland, Plantagen, Flussufer | Hoch – Biss ist ein Notfall | Selten |
| Buschmeister | Primärwald Karibik und Osa | Hoch, aber extrem scheu | Sehr selten |
| Greifschwanz-Lanzenotter | Bäume und Sträucher, oft an Wegen | Mittel – nicht in Büsche greifen | Mit Guide gut möglich |
| Korallenottern | Ganzes Land, im Laub | Hoch, beissen aber kaum | Selten |
| Klapperschlange | Trockenwald in Guanacaste | Hoch, warnt mit der Klapper | Selten |
| Gelbbauch-Seeschlange | Offener Pazifik, selten angespült | Hoch – angespülte Tiere nie anfassen | Selten |
| Bienen und Wespen | Ganzes Land, Nester in Bäumen und unter Blättern | Für Allergiker das grösste Risiko | Häufig |
| Feuerameisen | Rasen, Gärten, Strandrand | Brennend, für Nicht-Allergiker harmlos | Häufig |
| Riesenameise (Bala) | Regenwald, an Baumstämmen | Sehr schmerzhaft, selten gefährlich | Häufig zu sehen |
| Brennraupen | Blätter, Stämme, Geländer | Heftiges Brennen bei Berührung | Gelegentlich |
| Skorpione | Unter Steinen, in Schuhen | Schmerzhaft, für Gesunde nicht lebensgefährlich | Gelegentlich |
| Kammspinne (Bananenspinne) | Feuchtes Tiefland, nachts | Schmerzhaft, schwere Verläufe sehr selten | Selten |
| Vogelspinnen | Erdröhren, nachts am Eingang | Gering – Brennhaare reizen | Auf Nachtwanderungen häufig |
| Hundertfüssler | Unter Holz und Steinen, in Lodges | Sehr schmerzhaft, selten gefährlich | Gelegentlich |
| Pfeilgiftfrösche | Waldboden im Tiefland | Gering – nur nicht anfassen | Häufig |
| Aga-Kröte | Wege und Lampen, nachts | Gering für Menschen, gefährlich für Hunde | Häufig |
| Stachelrochen | Flache Sandstrände | Sehr schmerzhaft – heisses Wasser hilft | Gelegentlich |
| Quallen, Portugiesische Galeere | Zeitweise an beiden Küsten | Brennen, selten Kreislaufprobleme | Selten |
| Rotfeuerfisch | Riffe der Südkaribik | Schmerzhaft – nicht anfassen | Beim Schnorcheln möglich |
Rund zwei Dutzend der etwa 140 Schlangenarten Costa Ricas sind giftig. Die wichtigste ist die Lanzenotter, im Land «Terciopelo» genannt: Sie lebt im feuchten Tiefland, oft in der Nähe von Plantagen und Flüssen, und ist für die meisten Bisse verantwortlich. Betroffen sind vor allem Landarbeiter*innen, kaum je Reisende. Der Buschmeister ist die längste Giftschlange Amerikas, lebt aber so versteckt im Primärwald, dass selbst viele Guides noch nie einen gesehen haben.
Am ehesten begegnen Sie der Greifschwanz-Lanzenotter. Die kleine Baumviper ruht tagsüber regungslos auf Ästen und Blättern, gern auch direkt neben Wanderwegen – etwa im Nationalpark Cahuita. Ihre Farben reichen von Moosgrün bis Zitronengelb. Guides entdecken sie oft, und aus sicherer Distanz ist sie ein dankbares Fotomotiv.
Korallenottern sind rot, gelb und schwarz geringelt und hochgiftig, aber scheu und wenig bissfreudig. Gefährlich ist die Verwechslung mit harmlosen, ähnlich gefärbten Nattern – deshalb gilt: bunte Schlangen nie anfassen. In den trockenen Wäldern Guanacastes lebt zudem die Mittelamerikanische Klapperschlange, im Pazifik die Gelbbauch-Seeschlange, die man gelegentlich angespült am Strand findet. In der Karibik gibt es keine Seeschlangen.
Skorpione sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber unter Steinen, Holz oder in Schuhen. Ihr Stich ist schmerzhaft, für gesunde Erwachsene aber nicht lebensgefährlich. Vogelspinnen sehen bedrohlich aus, sind aber friedlich; ihr Biss ist vergleichbar mit einem Wespenstich. Im feuchten Tiefland lebt eine Kammspinne, oft «Bananenspinne» genannt – Bisse sind selten und verlaufen meist mild. Witwenspinnen kommen vor, sind aber selten. Schmerzhaft beissen können auch grosse Hundertfüssler, die sich unter Holz und in Schuhen verstecken.
Am meisten gefürchtet ist bei den Einheimischen die bis zu drei Zentimeter grosse Riesenameise (Paraponera clavata), auch «Bala» oder «24-Stunden-Ameise» genannt. Ihr Stich gilt als einer der schmerzhaftesten im Tierreich und kann Fieber auslösen; für Allergiker kann er gefährlich werden. Sie lebt an Baumstämmen im Regenwald – ein Grund mehr, sich nicht an Bäume zu lehnen. Viel häufiger begegnen Reisende den kleinen Feuerameisen, deren Nester auf Rasen und am Strandrand liegen. Ganz anders die Blattschneiderameisen: Sie sind harmlos und lassen sich gut aus der Nähe beobachten.
Statistisch am meisten Notfälle verursachen aber Bienen und Wespen – vor allem bei Menschen mit einer Allergie. Wer allergisch reagiert, gehört mit dem Notfallset ins Gepäck.
Die leuchtend gefärbten Pfeilgiftfrösche sind die Stars jeder Regenwaldwanderung. In Costa Rica häufig sind der rot-blaue Erdbeerfrosch an der Karibikseite und der grün-schwarze Goldbaumsteiger. Ihr Gift stammt aus der Nahrung, vor allem aus Ameisen und Milben. Für Menschen ist es bei normalem Kontakt ungefährlich – trotzdem gilt: nur anschauen, nicht anfassen. Ganz harmlos ist der berühmte Rotaugenlaubfrosch.
Manche behaarte Brennraupen verursachen bei Berührung schmerzhafte, verbrennungsähnliche Hautreizungen. Die grosse Aga-Kröte sondert ein Hautgift ab, das vor allem für Hunde gefährlich ist.
An Sandstränden leben Stachelrochen im flachen Wasser – schlurfen Sie beim Hineingehen mit den Füssen, dann flüchten sie. Zeitweise treiben Quallen und Portugiesische Galeeren an die Küste, und an den Korallenriffen der Südkaribik hat sich der eingeschleppte Rotfeuerfisch mit seinen Giftstacheln ausgebreitet. Bei Stichen von Rochen und Rotfeuerfisch hilft heisses Wasser, bei Quallen Meerwasser und vorsichtiges Entfernen der Fäden.
Auch Pflanzen können wehtun: Dornen an Palmstämmen, brennende Blätter und scharfkantige Gräser. Statistisch gesehen ist die Gefahr, von einer herabfallenden Kokosnuss getroffen zu werden, übrigens grösser als die eines Schlangenbisses.
Wer Schlangen und Pfeilgiftfrösche sehen möchte, bucht am besten eine geführte Nachtwanderung. Lokale Guides wissen, wo die Tiere ruhen, und zeigen sie mit Taschenlampe aus sicherer Entfernung. Besonders gut sind die Chancen im Nationalpark Cahuita an der Südkaribik, in Tortuguero, im Regenwald von Sarapiquí, rund um den Arenal und im Corcovado-Nationalpark. Auch in Monteverde werden täglich Nachtwanderungen angeboten.
Viele unserer Reisen enthalten Wanderungen mit Guide oder lassen sich mit einer Nachtwanderung ergänzen. Wir sagen Ihnen gerne, wo Ihre Chancen am grössten sind. Mehr zum Thema Sicherheit lesen Sie in unseren Tipps zur Sicherheit in Costa Rica.
Naturerlebnis4 Tage
Auf den Spuren der Wildkatzen: Wildkameras auswerten und eine Nacht auf einer Plattform mitten im Regenwald.
Ja, gut 20 der rund 140 Schlangenarten sind giftig, darunter Lanzenotter, Buschmeister und Korallenottern. Bisse bei Reisenden sind aber äusserst selten.
Die Lanzenotter (Terciopelo). Sie ist weit verbreitet und für die meisten Bisse verantwortlich – fast immer bei Landarbeiter*innen, kaum bei Tourist*innen.
Geschlossene Schuhe tragen, auf den Wegen bleiben, nachts eine Lampe benutzen und nicht ins Unterholz oder unter Steine greifen.
Ruhe bewahren, die Gliedmasse ruhig halten und sofort ins nächste Spital fahren oder den Notruf 911 wählen. Nicht abbinden, nicht aussaugen. Costa Rica stellt eigene Gegengifte her.
Ein Stich ist schmerzhaft, für gesunde Erwachsene aber nicht lebensgefährlich. Schütteln Sie Schuhe und Kleidung aus, die draussen lagen.
Nein. Ihr Gift ist für Menschen bei normalem Kontakt zwar ungefährlich, die Frösche sind aber empfindlich und geschützt. Nur anschauen und fotografieren.
Am besten auf einer geführten Nachtwanderung, etwa in Cahuita, Tortuguero, Sarapiquí, am Arenal oder in Monteverde. Die Greifschwanz-Lanzenotter ist dort oft zu sehen.
Vogelspinnen sind harmlos, ihr Biss ist etwa so schmerzhaft wie ein Wespenstich. Im Tiefland lebt eine Kammspinne («Bananenspinne»), deren Bisse meist mild verlaufen. Witwenspinnen kommen vor, sind aber selten.
Feuerameisen, Bienen und Wespen, die grosse Riesenameise an Baumstämmen, Aga-Kröten und Pfeilgiftfrösche. Giftschlangen sieht man meist nur mit einem Guide.
Heisses Wasser. Die betroffene Stelle so heiss baden, wie es ohne Verbrühung erträglich ist, 30 bis 90 Minuten lang, danach ärztlich kontrollieren lassen.
Wir beraten Sie persönlich – mit Erfahrung aus über 20 Jahren Costa Rica.