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Zwei rote Ameisen auf einem Ast, Nahaufnahme
Giftige Tiere

Feuerameisen in Costa Rica

Klein, rötlich und überall dort, wo Rasen und Sand ist – die Ameise, der Sie am ehesten begegnen.

Kurz gesagt: Feuerameisen sind die giftigen Insekten, mit denen Reisende in Costa Rica am häufigsten Kontakt haben. Wer auf einen Bau tritt, wird von Dutzenden Ameisen gleichzeitig gestochen. Das brennt stark und hinterlässt juckende Pusteln, ist aber für Nicht-Allergiker ungefährlich.

Feuerameisen sind klein, rötlich bis braun und auf den ersten Blick unscheinbar. Ihren Namen verdanken sie dem Gefühl, das ihr Stich auslöst: Er brennt wie Feuer. In Costa Rica kommen mehrere Arten vor, am bekanntesten ist die Tropische Feuerameise (Solenopsis geminata). Im Land heissen sie «hormiga de fuego» oder «hormiga brava». Von allen giftigen Tieren Costa Ricas sind sie diejenigen, mit denen Reisende am häufigsten in Berührung kommen.

Wo leben Feuerameisen?

Feuerameisen lieben offene, sonnige Flächen. Ihre Nester sind lockere, krümelige Erdhügel ohne sichtbares Einflugloch – auf Rasenflächen von Hotels und Lodges, an Wegrändern, in Gärten, auf Weiden, unter Kokospalmen und am Übergang vom Strand zur Wiese. Nach starken Regenfällen bauen sie die Hügel rasch neu auf. Im geschlossenen Regenwald sind sie seltener.

Wie ein Stich verläuft

Wer auf ein Nest tritt, bemerkt es meist zu spät: Dutzende Ameisen krabbeln blitzschnell an Füssen und Beinen hoch, beissen sich fest und stechen dann gleichzeitig zu. Es brennt sofort heftig, die Stellen röten sich und jucken. Nach etwa einem Tag bilden sich typische kleine, weisse Pusteln. Sie heilen von selbst ab, wenn man sie nicht aufkratzt. Für die allermeisten Menschen ist das unangenehm, aber harmlos. Wer allergisch auf Insektenstiche reagiert, kann jedoch mit Schwellungen, Atemnot oder Kreislaufproblemen reagieren und braucht dann sofort ärztliche Hilfe.

Besonders achtgeben

Kinder spielen gern barfuss im Gras und sind darum am häufigsten betroffen. Auch wer sich zum Picknick auf eine Wiese setzt oder Taschen und Handtücher auf den Boden legt, riskiert ungebetene Gäste. Am Strand liegen die Nester meist dort, wo der Sand in Gras übergeht – nicht direkt am Wasser.

So schützen Sie sich

  • Vor dem Hinsetzen und Hinstellen von Taschen kurz den Boden prüfen.
  • Auf Rasenflächen und in Gärten Schuhe tragen, Kinder vorwarnen.
  • Gestörte Nester meiden – nicht mit dem Fuss hineintreten.
  • Nach Stichen: Ameisen abstreifen, kühlen, Creme gegen Juckreiz, Pusteln nicht öffnen.
  • Allergiker: Notfallset mitnehmen und bei Beschwerden sofort zum Arzt oder Notruf 911.

Viel friedlicher sind übrigens die Blattschneiderameisen, deren Ameisenstrassen Sie überall im Wald beobachten können. Ganz anders ist die grosse Riesenameise (Bala), die einzeln an Baumstämmen lebt.

Häufige Fragen: Feuerameise

Sind Feuerameisen gefährlich?
Für die meisten Menschen nicht. Die Stiche brennen und jucken, und nach einem Tag bilden sich kleine Pusteln. Für Allergiker können viele Stiche aber gefährlich werden.
Wie erkenne ich ein Feuerameisennest?
An lockeren, krümeligen Erdhügeln ohne sichtbares Eingangsloch, oft auf Rasen, an Wegrändern, unter Palmen und am Übergang vom Strand zur Wiese.
Was tun nach Feuerameisenstichen?
Die Ameisen sofort abstreifen, die Stelle kühlen und eine Creme gegen Juckreiz auftragen. Die Pusteln nicht aufkratzen, damit sie sich nicht entzünden.
Warum stechen so viele Ameisen auf einmal?
Wird ein Nest gestört, schwärmen die Ameisen aus, klettern unbemerkt an den Beinen hoch und stechen dann fast gleichzeitig zu.
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