Kurz gesagt: Monteverde ist der berühmteste Nebelwald Mittelamerikas. Auf rund 1400 bis 1800 Metern erleben Sie Reservate mit Hängebrücken, Kolibris und mit Glück den Quetzal. Ausgangsort ist Santa Elena; planen Sie zwei Nächte ein und nehmen Sie eine Jacke mit.
Auf dem Kamm der Tilarán-Kordillere treffen feuchte Passatwinde aus der Karibik auf die Berge. Die Wolken bleiben in den Baumkronen hängen, und es entsteht ein Nebelwald: Bäume voller Moose, Farne, Bromelien und Orchideen, in denen es ständig tropft und rauscht. Auf kleiner Fläche leben hier Tausende Pflanzenarten, über 400 Vogelarten und unzählige Insekten und Amphibien.
Eine besondere Geschichte
1951 liessen sich Quäker aus den USA in Monteverde nieder, die ihre Heimat aus Protest gegen den Militärdienst verlassen hatten. Sie gründeten eine Käserei, die es bis heute gibt, und schützten einen Teil des Waldes als Wasserquelle. Daraus entstand 1972 das Biologische Reservat Monteverde, das zum Vorbild für viele private Schutzgebiete im Land wurde.
Was Sie in Monteverde erleben
- Reservat Monteverde – das bekannteste Schutzgebiet mit gut angelegten Wegen und einer Hängebrücke; am besten früh morgens mit Guide.
- Reservat Santa Elena – etwas höher, ruhiger und oft noch nebliger.
- Hängebrücken – auf langen Brücken laufen Sie durch die Baumkronen und sehen den Wald aus der Perspektive der Vögel.
- Canopy – Monteverde gilt als Wiege der Seilrutschen; einige gehören zu den längsten des Landes.
- Nachtwanderung – Taranteln, Stabheuschrecken, schlafende Vögel, Frösche und mit Glück ein Faultier oder Olingo.
- Kolibri-Garten – Dutzende Kolibris aus nächster Nähe.
- Kaffee- und Schokoladentouren – auf kleinen Fincas vom Strauch bis in die Tasse.
Den Quetzal sehen
Monteverde ist einer der besten Orte, um den Quetzal zu beobachten – besonders in der Brutzeit von etwa Februar bis Juni. Lokale Guides kennen die Fruchtbäume, an denen er frühmorgens frisst. Noch höher sind die Chancen in San Gerardo de Dota im Süden des Landes.
Klima und Reisezeit
In Monteverde ist es deutlich kühler als im Tiefland, nachts oft nur 13 bis 15 Grad. Von Dezember bis März ist es meist trockener, aber windig; von Mai bis November regnet es häufiger, besonders am Nachmittag. Nebel gehört ganzjährig dazu – er macht den Zauber aus. Packen Sie eine wärmere Jacke, Regenschutz und feste Schuhe ein.
Anreise
Von San José fahren Sie rund dreieinhalb Stunden. Die letzten Kilometer führen über kurvige, inzwischen grösstenteils asphaltierte Bergstrassen. Vom Arenal aus erreichen Sie Monteverde rund um den Arenalsee oder mit Boot und Jeep über den See.
Eintrittspreise, Öffnungszeiten und Zugangsregeln der Nationalparks ändern sich regelmässig. Wir informieren Sie bei der Buchung über den aktuellen Stand und reservieren Tickets, wo nötig, für Sie.
















