Kurz gesagt: Der Irazú liegt rund eine Stunde östlich von San José. Eine Strasse führt bis fast an den Kraterrand auf über 3300 Meter. Fahren Sie früh morgens – später ziehen oft Wolken auf. Ideal kombiniert mit Cartago und dem Orosi-Tal.
Mit 3432 Metern ist der Irazú der höchste Vulkan Costa Ricas. Er erhebt sich nordöstlich der alten Hauptstadt Cartago über dem zentralen Hochland. Eine gut ausgebaute Strasse führt durch Kartoffel- und Zwiebelfelder, Milchwirtschaft und Eichenwälder bis fast an den Kraterrand – kaum ein anderer Vulkan dieser Höhe ist so einfach zu erreichen.
Der Krater
Der Hauptkrater misst rund einen Kilometer im Durchmesser und ist etwa 300 Meter tief. Auf seinem Grund lag lange ein smaragdgrüner Kratersee, der in manchen Jahren fast ganz verschwindet. Daneben liegen weitere, ältere Krater, darunter der weite Playa-Hermosa-Krater, eine mondähnliche Aschenebene. Die Landschaft auf dem Gipfel ist karg, mit vom Wind gezeichneten Sträuchern und Flechten.
Ausbrüche
Der Irazú ist ein aktiver Vulkan. Von 1963 bis 1965 brach er lange aus und bedeckte das Valle Central und San José mit Asche – gerade als US-Präsident John F. Kennedy das Land besuchte. Seit dem kleinen Ausbruch von 1994 ist es ruhig. Heute sehen Sie vereinzelt Dampf aus Fumarolen.
Zwei Ozeane auf einen Blick
Bei sehr klarem Wetter sehen Sie vom Gipfel aus sowohl den Pazifik als auch die Karibik – ein seltenes Erlebnis, am ehesten in den trockenen Monaten Januar bis April und am frühen Morgen. Starten Sie möglichst früh und seien Sie zur Öffnung des Parks am Gipfel; oft ziehen ab dem späten Vormittag Wolken auf. Ziehen Sie sich warm an: Auf über 3000 Metern ist es kühl, windig und die Sonne brennt trotzdem.
Ausflugstipps in der Umgebung
- Cartago – die erste Hauptstadt des Landes mit der Basilika Nuestra Señora de los Ángeles, dem wichtigsten Wallfahrtsort Costa Ricas, und den Ruinen der Santiago-Apóstol-Kirche.
- Orosí-Tal – ein liebliches Tal mit Kaffeeplantagen, heissen Quellen und der ältesten noch genutzten Kirche des Landes aus der Kolonialzeit.
- Jardín Botánico Lankester – ein botanischer Garten mit einer grossen Orchideensammlung.
- Turrialba – weiter östlich, bekannt für Rafting auf dem Río Pacuare und die archäologische Stätte Guayabo.
Eintrittspreise, Öffnungszeiten und Zugangsregeln der Nationalparks ändern sich regelmässig. Wir informieren Sie bei der Buchung über den aktuellen Stand und reservieren Tickets, wo nötig, für Sie.








