Kurz gesagt: Die Isla del Coco liegt rund 550 Kilometer südwestlich des costa-ricanischen Festlands im Pazifik. Die Insel ist seit 1978 Nationalpark und seit 1997 UNESCO-Welterbe. Unter Wasser leben Hammerhaie, Weissspitzen-Riffhaie, Mantas und riesige Fischschwärme, an Land viele Arten, die es nur hier gibt. Besuchen können Sie die Insel nur mit einem Tauchschiff; die Überfahrt dauert rund 36 Stunden.
Steile, mit Regenwald bewachsene Klippen, über die Wasserfälle direkt ins Meer stürzen, rundherum der offene Pazifik: Die Isla del Coco ist einer der abgelegensten Orte Costa Ricas. Die Insel liegt rund 550 Kilometer südwestlich des Festlands und ist nur per Schiff erreichbar. Oft wird sie Costa Ricas «Galápagos» genannt – nicht wegen der Landtiere, sondern weil unter Wasser ein Leben herrscht, wie man es sonst kaum noch findet.
Ein Nationalpark mitten im Ozean
Die Insel ist seit 1978 Nationalpark und wurde 1997 von der UNESCO zum Welterbe erklärt; 2002 kam ein grosses Meeresgebiet rund um die Insel dazu. Bewohnt ist sie nur von Parkwächter*innen, die in zwei Buchten leben und die Insel vor illegaler Fischerei schützen. Mit über 7000 Millimetern Regen im Jahr ist die Isla del Coco eine der nassesten Inseln der Region – deshalb ist sie, anders als Galápagos, ganz von Regenwald bedeckt.
Haie, Mantas und Fischschwärme
Berühmt ist die Isla del Coco für ihre Haie. An den Putzerstationen rund um die Felsen ziehen Hammerhaie oft in grossen Schulen vorbei, Weissspitzen-Riffhaie liegen zu Dutzenden am Grund, und mit Glück zeigen sich Walhaie, Seidenhaie oder Mantas. Dazu kommen riesige Schwärme von Makrelen, Barrakudas und Thunfischen, Delfine und Meeresschildkröten. Die Tauchgänge sind wegen Strömung und Tiefe anspruchsvoll und eher etwas für erfahrene Taucherinnen und Taucher.
Arten, die es nur hier gibt
Weil die Insel so isoliert ist, haben sich viele eigene Arten entwickelt. Drei der sieben Landvogelarten gibt es nur hier, darunter den Kokosfinken, einen Verwandten der berühmten Darwinfinken. Auch zahlreiche Pflanzen, Insekten und beide Echsenarten der Insel sind endemisch. Um diese Natur mit ihren vielen endemischen Arten zu schützen, dürfen Besucher*innen nur mit Erlaubnis der Ranger an Land gehen und nichts mitnehmen.
So reisen Sie zur Isla del Coco
Die einzige Möglichkeit ist eine Tauchsafari: Ab Puntarenas fahren spezialisierte Tauchschiffe rund 36 Stunden zur Insel und bleiben mehrere Tage vor Ort. Eine typische Reise dauert zehn bis zwölf Tage. Welche Schiffe wir empfehlen und was Sie an Bord erwartet, lesen Sie auf unserer Seite zur Tauchsafari Cocos Island. Die Kabinen sind oft ein Jahr im Voraus ausgebucht.
Tipps für Ihre Reise
- Brevet, Logbuch und eine Tauchversicherung sind Pflicht, eine Boje (Surface Marker Buoy) ebenfalls.
- Rechnen Sie mit Seegang auf der Überfahrt – Mittel gegen Seekrankheit gehören ins Gepäck.
- Planen Sie nach der Rückkehr mindestens 24 Stunden ohne Flug und ohne Fahrt in grosse Höhen ein.
- Vor- oder nachher lohnt sich eine Rundreise auf dem Festland – alle Parks finden Sie in der Übersicht der Nationalparks.