Kurz gesagt: Der Blaue Morpho ist in vielen Nationalparks Costa Ricas zu sehen, besonders im Tiefland. Sein Blau entsteht nicht durch Farbstoff, sondern durch Lichtbrechung an winzigen Schuppen.
Der Blaue Morphofalter, auch Himmelsfalter genannt, gehört zu den schillerndsten und grössten Schmetterlingen Costa Ricas. Seine Flügelspannweite beträgt 9 bis 12 Zentimeter. Die Oberseiten der Flügel leuchten metallisch blau, die Unterseiten sind braun mit gelb umrandeten Augenflecken. Im Flug blitzt er deshalb immer wieder auf und verschwindet – ein Effekt, der Fressfeinde wie Vögel verwirrt.
Blau ohne Farbstoff
Das Blau des Morphos ist eine sogenannte Strukturfarbe: Winzige, regelmässig angeordnete Strukturen auf den Flügelschuppen brechen das Licht so, dass nur blaues Licht verstärkt zurückgeworfen wird. Je nach Blickwinkel verändert sich der Farbton. Dieses Prinzip interessiert sogar Forschende für fälschungssichere Banknoten und neue Farben ohne Pigmente.
Lebenszyklus
Die Raupen sind rotbraun mit gelben Flecken und behaart; sie fressen an Schmetterlingsblütlern. Die erwachsenen Falter saugen keinen Nektar, sondern den Saft gärender Früchte, Baumsäfte und manchmal Pilze. Vom Ei bis zum Falter vergehen rund vier Monate; der Falter selbst lebt nur einige Wochen.
Schmetterlinge in Costa Rica
In Costa Rica leben weit über 1000 Tagfalter- und viele tausend Nachtfalterarten. Mehrere Morpho-Arten werden in Schmetterlingsfarmen gezüchtet; die Puppen werden in Schmetterlingshäuser in aller Welt verschickt. Ein Besuch in einem Schmetterlingsgarten – etwa in Monteverde oder La Fortuna – ist auch für Familien ein schönes Erlebnis.
Wo Sie den Blauen Morpho sehen
In freier Natur sehen Sie den Morpho in sehr vielen Nationalparks, oft entlang von Bächen und Waldwegen: in Corcovado, Manuel Antonio, rund um den Arenal und an der Karibikküste. Am aktivsten ist er an sonnigen Vormittagen.


