Kurz gesagt: Der Rotfeuerfisch stammt aus dem Indopazifik und hat sich in den letzten Jahren auch an den Riffen der Karibikküste Costa Ricas ausgebreitet. Seine Rückenstacheln sind giftig und verursachen sehr schmerzhafte Stiche. Beim Schnorcheln gilt: anschauen, nicht anfassen.
Mit seinen fächerartigen Flossen und den rot-weissen Streifen ist der Rotfeuerfisch einer der schönsten Fische, die man beim Schnorcheln sehen kann. In Costa Rica ist er allerdings ein ungebetener Gast. Ursprünglich lebt er im Indischen und Pazifischen Ozean. Vermutlich durch Aquarienhalter*innen in Florida freigesetzt, hat er sich seit den 1990er-Jahren über die ganze Karibik ausgebreitet und ist seit etwa 2009 auch an der Karibikküste Costa Ricas heimisch geworden.
Ein Problem für das Riff
Rotfeuerfische haben in der Karibik kaum natürliche Feinde. Sie fressen grosse Mengen kleiner Fische und Garnelen, vermehren sich rasch und verdrängen damit einheimische Arten, die für gesunde Korallenriffe wichtig sind. An der Südkaribik, etwa im Nationalpark Cahuita und im Schutzgebiet Gandoca-Manzanillo, werden sie deshalb von Fischer*innen und Taucher*innen gezielt gefangen. Das Fleisch ist ungiftig und schmackhaft – wer in Puerto Viejo oder Manzanillo Rotfeuerfisch auf der Speisekarte findet, tut dem Riff etwas Gutes.
Wie giftig ist der Rotfeuerfisch?
Das Gift sitzt in den langen Stacheln der Rücken-, Bauch- und Afterflossen. Der Fisch greift nicht an; er bewegt sich langsam und vertraut auf seine Warnfarben. Stiche passieren, wenn man sich am Riff abstützt, nach dem Fisch greift oder ihn beim Fischen vom Speer löst. Ein Stich ist sehr schmerzhaft, die Stelle schwillt an und kann sich verfärben. Manchmal kommen Übelkeit, Schweissausbruch oder Schwindel dazu. Für gesunde Erwachsene ist er aber nicht lebensgefährlich.
Erste Hilfe
Wie beim Stachelrochen wird das Gift durch Wärme zerstört. Baden Sie die betroffene Stelle in Wasser, das so heiss ist, wie Sie es ohne Verbrühung ertragen – die Temperatur mit der anderen Hand prüfen. Nach 30 bis 90 Minuten lässt der Schmerz meist deutlich nach. Danach die Wunde reinigen und bei Stachelresten, starker Schwellung oder Kreislaufproblemen ärztlich versorgen lassen.
Weitere giftige Riffbewohner
An den Riffen der Karibik leben ausserdem schwarze Diademseeigel mit langen, spitzen Stacheln, Feuerkorallen, die bei Berührung brennen, und gut getarnte Skorpionsfische. Für alle gilt dieselbe einfache Regel: am Riff nichts anfassen und nirgends abstützen.
So sind Sie sicher beim Schnorcheln
- Rotfeuerfische nur anschauen und Abstand halten.
- Sich nie am Riff abstützen oder darauf stehen.
- Badeschuhe beim Einstieg über Felsen und Korallenschutt tragen.
- Nach einem Stich: heiss baden und danach ärztlich kontrollieren lassen.

