Kurz gesagt: Stachelrochen liegen an vielen Sandstränden Costa Ricas im flachen Wasser, halb im Sand vergraben. Tritt man auf sie, schlagen sie mit dem Giftstachel am Schwanz zu. Das schmerzt heftig. Wer beim Hineingehen ins Wasser mit den Füssen schlurft, verscheucht sie zuverlässig.
Stachelrochen sind friedliche Meeresbewohner. Sie liegen flach auf dem Sandboden, oft halb eingegraben, und suchen nach Muscheln, Krebsen und Würmern. An vielen Sandstränden Costa Ricas leben sie im flachen, warmen Wasser – genau dort, wo Badende und Surfer*innen ins Meer gehen. Tritt man versehentlich auf einen Rochen, schlägt er reflexartig mit dem Schwanz zu. Dort sitzt ein gezackter Stachel mit Giftgewebe.
Wo sie vorkommen
An der Pazifikküste sind Stachelrochen an vielen flachen Sandstränden verbreitet, etwa in Guanacaste, auf der Nicoya-Halbinsel oder an den weiten Stränden rund um Uvita und Marino Ballena. Besonders häufig sind sie in ruhigen Buchten, in Flussmündungen und bei wärmerem Wasser. Auch an der Karibikküste kommen Rochen vor. Beim Schnorcheln sieht man oft grössere Arten wie Adlerrochen, die elegant über den Grund gleiten.
Was ein Stich bedeutet
Ein Stich trifft meist Fuss oder Knöchel. Der Schmerz ist sofort sehr stark und nimmt in der ersten Stunde oft noch zu. Dazu kommen eine Schnittwunde, Schwellung und manchmal Übelkeit oder Schwindel. Lebensgefährlich ist ein Stich am Fuss praktisch nie, doch die Wunde kann sich entzünden, wenn Stachelreste zurückbleiben.
Erste Hilfe
Das Gift wird durch Wärme zerstört. Baden Sie den Fuss sofort in Wasser, das so heiss ist, wie Sie es gerade noch ohne Verbrennung ertragen – testen Sie die Temperatur mit der anderen Hand. Halten Sie den Fuss 30 bis 90 Minuten im heissen Wasser, bis der Schmerz nachlässt. Viele Hotels und Surfschulen an betroffenen Stränden kennen das Vorgehen. Danach sollte eine Ärztin oder ein Arzt die Wunde reinigen und kontrollieren, ob Stachelreste darin stecken.
Der «Rochen-Schlurf»
Die beste Vorsorge ist erstaunlich einfach: Gehen Sie im flachen Wasser nicht mit grossen Schritten, sondern schieben Sie die Füsse über den Sand. Die Rochen spüren die Vibration und schwimmen davon. Surfer*innen nennen das den «Stingray Shuffle».
So sind Sie sicher am Strand
- Im flachen Wasser die Füsse über den Boden schieben, statt zu schreiten.
- Bei trübem Wasser besonders vorsichtig sein und Kinder vorwarnen.
- Rochen beim Schnorcheln nie anfassen und nicht über ihnen stehen bleiben.
- Nach einem Stich: Fuss heiss baden und danach ärztlich versorgen lassen.


