Kurz gesagt: An den Stränden Costa Ricas treten Quallen nur zeitweise auf, meist nach Wind und Strömungswechseln. Die meisten verursachen nur ein Brennen. Am schmerzhaftesten ist die Portugiesische Galeere mit ihrer blauen Gasblase. Nach einer Berührung mit Meerwasser spülen, Tentakel vorsichtig entfernen und warm baden – nicht reiben und kein Süsswasser.
Quallen gehören an den Stränden Costa Ricas nicht zum Alltag. Sie treten zeitweise auf, meist wenn Wind und Strömung sie an die Küste treiben – dann sprechen die Einheimischen von «agua mala», schlechtem Wasser. Die meisten Arten verursachen nur ein leichtes bis mässiges Brennen. Etwas mehr Respekt verdient die Portugiesische Galeere, die gelegentlich an beiden Küsten auftaucht.
Die Portugiesische Galeere
Die Portugiesische Galeere (Physalia physalis) ist streng genommen keine Qualle, sondern eine Kolonie aus vielen spezialisierten Einzeltieren. Auffällig ist ihre blau-violett schimmernde, gasgefüllte Blase, die wie ein kleines Segel auf dem Wasser treibt. Darunter hängen Fangfäden, die mehrere Meter lang werden können und mit Nesselzellen besetzt sind. Eine Berührung verursacht sofort heftige, brennende Schmerzen und rote, peitschenartige Striemen. Selten kommen Übelkeit, Atembeschwerden oder Kreislaufprobleme dazu. Auch angespülte, scheinbar tote Galeeren nesseln noch – also am Strand nicht anfassen oder darauf treten.
Andere Quallen
Vor allem an der Pazifikküste treten nach Wetterwechseln manchmal kleinere Quallen in grosser Zahl auf. Ihre Nesseln brennen meist nur kurz. Gelegentlich spüren Badende auch ein Prickeln auf der Haut, das von winzigen Quallenlarven stammt; es klingt nach Stunden ab. Wenn an einem Strand viele Quallen gesichtet werden, sprechen sich das Hotelpersonal, Rettungsschwimmer und Surfschulen rasch ab – fragen Sie im Zweifel nach.
Erste Hilfe
- Ruhig aus dem Wasser gehen.
- Die Stelle mit Meerwasser abspülen – nicht mit Süsswasser, das kann weitere Nesselzellen auslösen.
- Tentakelreste mit einer Pinzette, Handschuhen oder einer Karte vorsichtig abheben. Nicht reiben und nicht mit Sand abrubbeln.
- Die Stelle danach in warmem bis heissem Wasser baden (so heiss wie angenehm erträglich), das lindert den Schmerz.
- Kühlen, eine Creme gegen Juckreiz oder ein Antihistaminikum helfen bei leichten Beschwerden.
- Bei Atemnot, Brustschmerzen, Übelkeit oder grossflächigen Verletzungen sofort Notruf 911.
Vorsorge
Achten Sie auf Warnhinweise und rote Flaggen, fragen Sie vor Ort nach der aktuellen Lage und meiden Sie Strände, an denen viele angespülte Quallen liegen. Beim Schnorcheln schützt ein dünner Lycra- oder Neoprenanzug zuverlässig. Und denken Sie daran: Die grössere Gefahr an vielen Pazifikstränden sind Strömungen – baden Sie dort, wo Rettungsschwimmer sind.

