Kurz gesagt: Vor Costa Ricas Pazifikküste leben Riesenmantas und mehrere Arten von Teufelsrochen. Die besten Tauchplätze für Mantas sind die Catalina-Inseln und die Islas Murciélago in Guanacaste sowie die Cocos-Insel. Hauptsaison ist von Dezember bis April.
Mantarochen gehören zu den eleganteren Begegnungen unter Wasser. Mit langsamen Flügelschlägen gleiten sie durch das Blauwasser, das grosse Maul weit geöffnet, um Plankton zu filtern. Vor Costa Ricas Pazifikküste leben der Riesenmanta (Mobula birostris) und mehrere kleinere Verwandte, die Teufelsrochen. Anders als Stachelrochen haben sie keinen Giftstachel und sind für Menschen völlig harmlos.
Riesenmanta – der grösste Rochen der Welt
Der Riesenmanta erreicht eine Spannweite von rund sieben Metern und ist damit der grösste Rochen der Welt. Sein Rücken ist schwarz mit hellen Flecken auf den Schultern, der Bauch weiss mit einem dunklen Muster, das bei jedem Tier anders ist – Forscher erkennen einzelne Mantas daran wieder. Vor dem Maul sitzen zwei Kopfflossen, die beim Fressen ausgerollt werden und das Plankton ins Maul lenken. Mantas haben im Verhältnis zur Körpergrösse eines der grössten Gehirne aller Fische und gelten als neugierig.
Teufelsrochen – die Springer
Teufelsrochen sind kleiner, meist ein bis zwei Meter breit, und leben oft in grossen Schwärmen. Berühmt sind sie für ihre Sprünge: Sie schnellen aus dem Wasser, drehen sich in der Luft und klatschen mit einem lauten Schlag zurück auf die Oberfläche. Im Golf von Papagayo und im Golf von Nicoya springen manchmal Dutzende Tiere gleichzeitig – ein Anblick, den Sie auch vom Boot aus erleben können.
Wo und wann Sie Mantas sehen
Die besten Tauchplätze liegen im Norden, in Guanacaste: die Catalina-Inseln vor Playa Flamingo und die Islas Murciélago (Bat Islands) im Nationalpark Santa Rosa. Von etwa Dezember bis April bringt eine kühle Strömung viel Plankton in den Golf von Papagayo – dann ist die Chance auf Mantas am grössten. Auch bei der Cocos-Insel tauchen regelmässig Riesenmantas auf. Mehr zu den Tauchgebieten finden Sie bei den Tauchbasen in Costa Rica.
Bedroht und geschützt
Mantas und Teufelsrochen vermehren sich sehr langsam: Ein Weibchen bringt nur alle paar Jahre ein einziges Junges zur Welt. Fischerei und Beifang haben die Bestände weltweit stark verkleinert, der Riesenmanta gilt als stark gefährdet. Beim Tauchen gilt: nicht berühren, nicht jagen, nicht von oben auf das Tier zuschwimmen. Bleiben Sie ruhig – neugierige Mantas kommen oft von selbst näher.


