Kurz gesagt: Der Walhai ist der grösste Fisch der Welt und frisst nur Plankton. Vor Costa Rica taucht er unregelmässig auf – im Golfo Dulce, an der Isla del Caño, im Golf von Papagayo und bei der Cocos-Insel. Eine Begegnung beim Schnorcheln oder Tauchen ist ein grosses Glück.
Der Walhai (Rhincodon typus) ist der grösste Fisch der Welt. Ausgewachsene Tiere werden meist fünf bis zwölf Meter lang, einzelne noch grösser. Sein breiter, flacher Kopf trägt ein Maul von über einem Meter Breite, Rücken und Flanken sind dunkelgrau bis blaugrau und mit weissen Punkten und Streifen übersät. Dieses Muster ist bei jedem Tier anders – Forscher*innen identifizieren Walhaie anhand von Fotos. Trotz seiner Grösse ist der Walhai völlig friedlich.
Ein sanfter Riese
Der Walhai ist ein Filtrierer. Er schwimmt langsam mit offenem Maul durch das Wasser oder saugt es aktiv ein und siebt mit seinen Kiemenreusen Plankton, Fischlaich, Krill und kleine Fische heraus. Oft wird er von kleineren Fischen begleitet, etwa Schiffshaltern oder Königsbarschen, die in seinem Schutz mitschwimmen – so wie auf dem Foto oben. Walhaie legen auf ihren Wanderungen Tausende Kilometer zurück und tauchen dabei bis in grosse Tiefen.
Wo Sie Walhaie in Costa Rica sehen
Walhaie ziehen an der gesamten Pazifikküste vorbei, eine feste Saison gibt es nicht. Die besten Chancen haben Sie bei der Cocos-Insel, wo sie regelmässig auf Tauchsafaris gesichtet werden, und im Golfo Dulce im Süden. Dort halten sich vor allem junge Walhaie auf, die im nährstoffreichen Wasser des Golfs reichlich Nahrung finden. Auch an der Isla del Caño vor Drake Bay am Rand des Corcovado und im Golf von Papagayo in Guanacaste gibt es immer wieder Begegnungen – manchmal sogar beim Schnorcheln oder vom Boot aus.
Verantwortungsvoll begegnen
Begegnen Sie einem Walhai im Wasser, bleiben Sie ruhig und halten Sie mindestens drei Meter Abstand, zur Schwanzflosse mehr. Berühren Sie ihn nie und schwimmen Sie ihm nicht in den Weg. Blitzlicht ist tabu. Seriöse Anbieter lassen nur wenige Schnorchler*innen gleichzeitig ins Wasser und halten mit dem Boot Abstand.
Stark gefährdet
Der Walhai gilt bei der Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet. Fischerei, Beifang und Zusammenstösse mit Schiffen haben die Bestände in den letzten Jahrzehnten stark verkleinert. Weil Walhaie spät geschlechtsreif werden, erholen sich die Bestände nur langsam. Meeresschutzgebiete wie die Cocos-Insel sind für die Art daher sehr wichtig.


