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Greifschwanz-Lanzenotter, zusammengerollt auf einem bemoosten Ast im Regenwald
Giftige Tiere

Greifschwanz-Lanzenotter in Costa Rica

Keine Giftschlange zeigt so viele Farben – gelb, grün, rötlich oder grau.

Kurz gesagt: Die Greifschwanz-Lanzenotter lebt auf Büschen und Bäumen und ist in Cahuita und Tortuguero recht häufig. Die zitronengelbe Form («Oropel») gibt es nur an der Karibikseite. Mit einem Guide sehen Sie sie sicher aus der Distanz.

Die stellenweise recht häufige Greifschwanz-Lanzenotter lebt vor allem auf Büschen und Bäumen, nur selten am Boden. Keine andere Giftschlange zeigt so viele Farben: Gelb, Grün, Lachsrot, Braun oder Grau, oft mit Punkten und Streifen – und das alles kann im selben Wurf vorkommen. Die gelbe Variante («Oropel») gibt es nur an der Karibikseite von Nicaragua bis Panama; alle anderen Farben heissen bei den Einheimischen «Bocaracá». Typisch sind die borstenartigen Schuppen über den Augen, die wie Wimpern aussehen – daher der englische Name «Eyelash Viper».

Lebensweise

Mit ihrem kräftigen Greifschwanz im Geäst verankert, wartet die Schlange oft tagelang an derselben Stelle – gern in der Nähe von Blüten, die Kolibris anlocken. Sie kann einen grossen Teil ihres Körpers blitzschnell vorschnellen lassen. Sie frisst Vögel, kleine Säugetiere, Echsen und Frösche und ist vor allem nachts aktiv. Wie die meisten Grubenottern bringt sie lebende Junge zur Welt.

Wie gefährlich ist sie?

Ihr Gift zerstört Gewebe und verursacht Schwellungen und starke Schmerzen. Weil sie häufig in Plantagen vorkommt, sind vor allem Landarbeiter betroffen – oft an Händen und Gesicht beim Pflücken. Todesfälle sind selten. Für Reisende gilt: nicht an Äste und Lianen greifen, ohne hinzuschauen.

Wo Sie sie sehen

Relativ häufig sehen Sie sie in den Nationalparks Cahuita und Tortuguero, in Sarapiquí und an der Karibikküste bei Puerto Viejo – am besten mit einem Guide, der sie für Sie entdeckt und Ihnen einen sicheren Abstand zeigt. Für Fotograf*innen ist sie eines der begehrtesten Motive des Landes.

So sind Sie sicher unterwegs

  • Im Wald geschlossene Schuhe und lange Hosen tragen – keine Flipflops.
  • Auf den Wegen bleiben und nicht ins Unterholz oder unter Steine greifen.
  • Nachts immer eine Taschenlampe mitnehmen und auf den Boden leuchten.
  • Schlangen nie anfassen, auch nicht für ein Foto – Abstand von mindestens zwei Metern halten.
  • Im Notfall: Ruhe bewahren, die betroffene Gliedmasse ruhig halten, keinen Schnitt, kein Aussaugen, keine Abbindung – und sofort ins nächste Spital. Costa Rica stellt eigene Gegengifte her, die in den Spitälern verfügbar sind.

Häufige Fragen: Greifschwanz-Lanzenotter

Ist die gelbe Viper in Costa Rica gefährlich?
Ihr Gift ist schmerzhaft und gewebezerstörend, Todesfälle sind aber selten. Mit Abstand beobachten ist ungefährlich.
Wo sieht man die gelbe Greifschwanz-Lanzenotter?
Nur an der Karibikseite, etwa in Cahuita, Puerto Viejo und Tortuguero.
Warum heisst sie auf Englisch «Eyelash Viper»?
Wegen der borstenartigen Schuppen über den Augen, die wie Wimpern aussehen.
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