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Kopf eines Buschmeisters in Nahaufnahme mit gekielten, hellbraunen Schuppen und dunklem Band hinter dem Auge
Giftige Tiere

Buschmeister in Costa Rica

Die grösste Giftschlange Amerikas lebt verborgen in den Regenwäldern – Begegnungen sind ausgesprochen selten.

Kurz gesagt: In Costa Rica leben zwei Buschmeister-Arten: eine an der Karibikseite, eine im Süden. Die Schlangen werden über zwei Meter lang, sind aber sehr scheu und nachtaktiv. Reisende bekommen sie kaum je zu Gesicht.

Der Buschmeister ist die längste Giftschlange Amerikas und eine der grössten der Welt: Er wird meist zwei bis zweieinhalb Meter lang, selten über drei Meter. In Costa Rica heisst er «Matabuey» – Ochsentöter. Er trägt ein Muster aus dunklen Rauten auf hellbraunem Grund und hat raue, höckerige Schuppen. Der Schwanz endet in einer kleinen Hornspitze.

Zwei Arten in Costa Rica

Der Mittelamerikanische Buschmeister (Lachesis stenophrys) lebt in den feuchten Tieflandwäldern der Karibikseite, etwa in Tortuguero, Cahuita und Sarapiquí. Der Schwarzkopf-Buschmeister (Lachesis melanocephala) mit seinem dunklen Kopf kommt nur im Süden vor, vor allem auf der Osa-Halbinsel und im Corcovado-Nationalpark. Er ist eine der wenigen Schlangenarten, die fast nur in Costa Rica leben.

Lebensweise

Im Gegensatz zu den meisten anderen Grubenottern Costa Ricas, die lebende Junge zur Welt bringen, legt der Buschmeister Eier und bewacht sie bis zum Schlupf. Er ist ein Lauerjäger, der oft tagelang an derselben Stelle neben einem Tierpfad wartet – manchmal wochenlang. Er frisst vor allem Säugetiere wie Stachelratten und Agutis.

Wie gefährlich ist er?

Sein Gift ist stark, und wegen seiner Grösse kann er grosse Mengen abgeben. Doch der Buschmeister ist sehr scheu, nachtaktiv und lebt in ungestörten Primärwäldern – Begegnungen sind ausgesprochen selten, Unfälle mit Reisenden praktisch unbekannt. Viele Guides haben in Jahrzehnten nur wenige Tiere gesehen.

So sind Sie sicher unterwegs

  • Im Wald geschlossene Schuhe und lange Hosen tragen – keine Flipflops.
  • Auf den Wegen bleiben und nicht ins Unterholz oder unter Steine greifen.
  • Nachts immer eine Taschenlampe mitnehmen und auf den Boden leuchten.
  • Schlangen nie anfassen, auch nicht für ein Foto – Abstand von mindestens zwei Metern halten.
  • Im Notfall: Ruhe bewahren, die betroffene Gliedmasse ruhig halten, keinen Schnitt, kein Aussaugen, keine Abbindung – und sofort ins nächste Spital. Costa Rica stellt eigene Gegengifte her, die in den Spitälern verfügbar sind.

Häufige Fragen: Buschmeister

Wie gross wird der Buschmeister?
Meist zwei bis zweieinhalb Meter, selten über drei Meter. Er ist damit die längste Giftschlange Amerikas.
Ist die Begegnung mit einem Buschmeister wahrscheinlich?
Nein. Er ist scheu, nachtaktiv und lebt in ungestörten Wäldern. Unfälle mit Reisenden sind praktisch unbekannt.
Wo lebt der Buschmeister in Costa Rica?
Eine Art in den Tieflandwäldern der Karibikseite, die andere im Süden, vor allem auf der Osa-Halbinsel.
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