Kurz gesagt: Die Boa constrictor ist ungiftig und tötet ihre Beute durch Umschlingen. Sie lebt in fast allen Lebensräumen Costa Ricas; mit Glück sehen Sie sie mit einem Guide in Manuel Antonio, Corcovado oder Palo Verde.
Die Abgottschlange (Boa constrictor), in Costa Rica oft einfach «Boa» genannt, ist die grösste Schlange des Landes und wie alle Boas ungiftig. Sie wird meist zwei bis drei Meter lang, selten bis vier Meter. Ihre Zeichnung aus braunen Sätteln auf hellem Grund, die zum Schwanz hin rötlicher werden, tarnt sie im Laub und auf Ästen sehr gut.
Jagd durch Umschlingen
Die Boa ist eine Lauerjägerin: Regungslos wartet sie am Boden oder auf einem Ast, bis Beute vorbeikommt. Dann schnellt sie vor, packt zu und umschlingt das Tier. Lange glaubte man, Boas würden ihre Beute ersticken; heute weiss man, dass der Druck vor allem den Blutkreislauf stoppt. Sie fressen Nagetiere, Vögel, Echsen und Opossums und können nach einer grossen Mahlzeit wochenlang fasten.
Lebensweise
Boas sind von Mexiko bis Südamerika verbreitet und leben in Costa Rica in fast allen Lebensräumen: im trockenen Wald Guanacastes ebenso wie im Regenwald, an Flüssen und in Mangroven. Sie bringen lebende Junge zur Welt, die vom ersten Tag an auf sich gestellt sind. Gelegentlich dringen sie in Siedlungen ein, wo sie Ratten jagen – und so nützliche Helfer sind.
Begegnungen
Für Menschen ist die Boa ungefährlich. Wird sie bedrängt, zischt sie laut und kann schmerzhaft beissen, Gift hat sie aber keines. Mit einem Guide sehen Sie sie mit etwas Glück im Nationalpark Manuel Antonio, in Corcovado, in Palo Verde oder auf Nachtwanderungen. Wie bei allen Schlangen gilt: beobachten ja, anfassen nein.
Mehr über die wenigen gefährlichen Schlangen des Landes und wie Sie sich richtig verhalten, lesen Sie unter Giftige Tiere in Costa Rica.


