Kurz gesagt: Grüne Leguane sehen Sie in Costa Rica fast überall im Tiefland, oft auf Bäumen an Flüssen. Am Pazifik ist zudem der Schwarzleguan (Garrobo) sehr häufig – auch an Stränden und in Hotelanlagen.
Grüne Leguane werden mit Schwanz bis zu zwei Meter lang. Ganz grün sind sie trotz ihres Namens selten: Viele Tiere sind graugrün oder bräunlich, Männchen zeigen in der Paarungszeit oft orange Färbungen an Kopf und Beinen. Typisch sind der Rückenkamm, der grosse Kehlsack und eine auffällige, runde Schuppe unter dem Ohr.
Lebensweise
Leguane ernähren sich fast ausschliesslich pflanzlich – von Blättern, Blüten und Früchten. Tagsüber liegen sie oft auf Ästen über Flüssen, wo sie sich in der Sonne aufwärmen. Bei Gefahr lassen sie sich aus mehreren Metern Höhe ins Wasser fallen und tauchen ab; sie sind ausgezeichnete Schwimmer. Die Nacht verbringen sie in einem Versteck im Geäst.
Zur Eiablage graben die Weibchen Höhlen in sandigen Boden, oft an Flussufern. Die Jungtiere sind leuchtend grün und leben in den ersten Monaten gut versteckt in dichter Vegetation.
Grüner Leguan und Schwarzleguan
Am Pazifik begegnen Sie häufig auch dem Schwarzleguan oder Garrobo (Ctenosaura similis). Er ist grau-schwarz gebändert, hat einen dornigen Schwanz und frisst auch Insekten und kleine Tiere. Er lebt eher am Boden, an Felsen und Mauern und ist an Stränden und in Hotelanlagen oft sehr zutraulich – bitte trotzdem nicht füttern.
Wo Sie Leguane sehen
Grüne Leguane leben an der Pazifik- wie an der Karibikküste und in vielen Nationalparks. Besonders häufig sind sie an Flüssen im Tiefland, in Tortuguero und Cahuita, im Nationalpark Manuel Antonio und auf Bootstouren auf dem Río Tárcoles oder in den Mangroven. In einigen Ländern Lateinamerikas landen Leguane leider noch immer im Kochtopf; in Costa Rica sind sie geschützt.




