Kurz gesagt: Die Mango (Mangifera indica) stammt aus Südasien und wächst in Costa Rica vor allem an der trockeneren Pazifikseite, etwa in Guanacaste und um Orotina. Hauptsaison ist ungefähr von März bis Juni. Man isst Mangos reif und süss oder grün mit Salz, Limette und etwas Chili.
Im März und April, wenn die Landschaft in Guanacaste braun und staubig ist, stehen die Mangobäume in sattem Grün und hängen voller Früchte. Am Strassenrand verkaufen Händler Mangos in Tüten, an Bushaltestellen gibt es grüne Mangostreifen mit Salz und Limette, und auf jedem Frühstücksbuffet leuchtet das orange Fruchtfleisch. Die Mango-Saison ist für viele Costaricaner einer der Höhepunkte des Jahres.
Eine Frucht aus Asien
Die Mango (Mangifera indica) stammt aus Südasien, aus dem Gebiet zwischen Indien und Myanmar, wo sie seit Jahrtausenden angebaut wird. Portugiesische und spanische Seefahrer brachten sie ab dem 16. Jahrhundert nach Afrika und Amerika. Botanisch gehört sie zu den Sumachgewächsen und ist damit verwandt mit Cashew und dem einheimischen Jocote. Mangobäume werden gross und alt: Sie erreichen 20 bis 30 Meter Höhe und tragen über viele Jahrzehnte Früchte. Mit ihrer dichten, dunkelgrünen Krone sind sie auch als Schattenspender auf Dorfplätzen und Weiden beliebt.
Wo Mangos in Costa Rica wachsen
Mangos mögen eine ausgeprägte Trockenzeit, damit sie gut blühen und Früchte ansetzen. Deshalb wachsen die meisten Plantagen an der Pazifikseite: in Guanacaste, auf der Halbinsel Nicoya und vor allem rund um Orotina und San Mateo zwischen dem Zentraltal und der Küste. Orotina gilt als Fruchtregion des Landes. Neben Exportsorten mit rot-grüner Schale wachsen überall Bäume alter Landsorten mit kleineren, faserigeren, aber sehr aromatischen Früchten.
Reif und süss oder grün mit Salz
Reife Mangos haben weiches, saftiges, gelb-oranges Fruchtfleisch um einen grossen, flachen Kern. Man isst sie frisch, als Fruchtsaft, als «batido» mit Milch, in Salaten oder als Salsa zu Fisch. Typisch für Mittelamerika ist aber auch die grüne Mango: Unreife Früchte werden in Streifen geschnitten und mit Salz, Limettensaft und manchmal etwas Chili gegessen. Sie sind knackig, sauer und herrlich erfrischend an einem heissen Tag. Kleine Tüten davon verkaufen Händler an Strassen und Stränden.
Vorsicht bei empfindlicher Haut
Schale, Stiel und Milchsaft der Mango enthalten Stoffe, die mit dem Gift des amerikanischen Giftsumachs verwandt sind. Bei empfindlichen Menschen können sie Rötungen und Bläschen rund um den Mund auslösen. Wer dazu neigt, schält die Mango vollständig und isst das Fruchtfleisch mit Besteck.
Wo Sie Mangos erleben
Am besten in der Trockenzeit auf einer Reise an die Pazifikküste, etwa in die Strandregionen Guanacastes oder auf der Fahrt vom Zentraltal an die Küste über Orotina, wo zahlreiche Fruchtstände an der Strasse stehen. Weitere Früchte, die Sie unbedingt probieren sollten, sind die Papaya, die Guanábana und die Ananas.


