Kurz gesagt: Rambutan (Nephelium lappaceum) heisst in Costa Rica «mamón chino». Die roten, behaarten Früchte stammen aus Südostasien und sind eng mit der Litschi verwandt. Unter der Schale steckt glasiges, süsses Fruchtfleisch. Hauptsaison ist etwa von Juli bis Oktober.
Im Spätsommer sieht man sie überall: Am Strassenrand hängen Bündel leuchtend roter, zottiger Früchte, Kinder laufen mit vollen Säcken zwischen den Autos durch, und auf den Märkten türmen sie sich in Kisten. Rambutan, in Costa Rica «mamón chino» genannt, ist eine der beliebtesten Früchte des Landes – und für viele Reisende ein erster Kontakt mit dem tropischen Obstangebot.
Eine Frucht aus Asien
Ursprünglich stammt der Rambutan aus Südostasien, wo sein malaiischer Name «rambut» so viel wie «Haar» bedeutet. Der Baum gehört zu den Seifenbaumgewächsen und ist eng mit der Litschi und der Longan verwandt. In Costa Rica wird er seit einigen Jahrzehnten angebaut, vor allem in den feuchtwarmen Regionen im Süden des Landes und im nördlichen Tiefland. Die Bäume werden bis zu 15 Meter hoch, in Plantagen hält man sie aber niedriger, damit sich die Früchte leichter pflücken lassen.
Woher der Name «mamón chino» kommt
«Mamón» heisst in Mittelamerika eine einheimische Frucht mit glatter, grüner Schale und glasigem Fruchtfleisch, die ähnlich gegessen wird. Weil der Rambutan ähnlich aufgebaut ist, aber gekräuselte Haare trägt, nannte man ihn «mamón chino» – «chino» steht im lokalen Spanisch auch für «lockig». Mit China hat die Frucht also wenig zu tun.
So essen Sie Rambutan
Die weichen Haare stechen nicht. Ritzen Sie die Schale in der Mitte mit dem Fingernagel oder einem Messer an, drehen Sie die beiden Hälften auseinander und drücken Sie die weisse, glasige Frucht heraus. Das Fruchtfleisch ist saftig, süss und leicht säuerlich, ganz ähnlich wie eine Litschi. In der Mitte sitzt ein länglicher Kern, den man nicht isst; um ihn liegt manchmal eine dünne, etwas bittere Haut. Reife Früchte sind kräftig rot oder gelb, die Haare dürfen an den Spitzen schon dunkel sein.
Saison und Einkauf
Die Hauptsaison dauert etwa von Juli bis Oktober. Dann werden die Früchte am Strassenrand, auf Wochenmärkten («ferias») und in Supermärkten günstig in Bündeln oder Säcken verkauft. Ausserhalb der Saison sind sie selten zu bekommen. Frische Rambutan halten nur wenige Tage, im Kühlschrank etwas länger. Kaufen Sie lieber eine kleinere Menge und dafür öfter.
Wo Sie Rambutan sehen
Besonders viele Stände gibt es auf den Strassen im Süden, etwa auf einer Rundreise entlang der Pazifikküste Richtung Osa und Corcovado, sowie im nördlichen Tiefland rund um den Arenal. Weitere Früchte, die Sie in Costa Rica probieren sollten, sind die Guanábana, der Jocote und die gekochte Pejibaye.


