Kurz gesagt: Der Zapote (Pouteria sapota) ist eine einheimische Frucht Mittelamerikas. Unter seiner rauen, braunen Schale steckt weiches, lachsrotes Fruchtfleisch, das süss nach Kürbis, Süsskartoffel und Mandel schmeckt. In Costa Rica isst man ihn frisch oder als Milchshake.
Wer auf einem Markt in Costa Rica einen Stapel brauner, rauer Früchte sieht, die an grosse Kartoffeln erinnern, hat vermutlich einen Zapote vor sich. Der Händler schneidet zur Probe oft einen auf – und dann leuchtet das Innere überraschend lachsrot. Der Zapote gehört zu den Früchten, die schon die Maya und andere Völker Mittelamerikas anbauten, und ist bis heute auf dem Land sehr beliebt.
Eine einheimische Frucht Mittelamerikas
Der Zapote (Pouteria sapota), auch Mamey-Sapote genannt, stammt aus dem Gebiet zwischen Südmexiko und Mittelamerika. Der Baum wird bis zu 30 Meter hoch, hat grosse, an den Zweigenden gebündelte Blätter und trägt seine Früchte direkt an den Ästen. Er wächst gerne in warmen, nicht zu nassen Lagen und steht in Costa Rica vor allem in Gärten und auf Bauernhöfen der Pazifikseite und des Zentraltals. Grosse Plantagen gibt es kaum – die meisten Früchte stammen von einzelnen Bäumen und werden auf Märkten verkauft.
Aussehen und Geschmack
Die Früchte sind oval bis spindelförmig und zehn bis 25 Zentimeter lang. Die Schale ist braun, rau und etwas sandig. Darunter liegt weiches, cremiges Fruchtfleisch in Lachsrot bis Orange, in dem ein bis vier grosse, glänzend dunkelbraune Kerne stecken. Der Geschmack ist süss und mild und erinnert an Kürbis, Süsskartoffel, Aprikose und Mandel. Wer den Zapote zum ersten Mal probiert, ist oft erstaunt, wie dessertartig er schmeckt.
So essen Sie Zapote
Ein reifer Zapote gibt auf leichten Druck nach. Ein alter Markttrick: Mit dem Fingernagel etwas Schale am Stielansatz wegkratzen – ist das Fleisch darunter orangerot, ist die Frucht reif, ist es grün, braucht sie noch ein paar Tage. Zum Essen halbiert man die Frucht längs, entfernt die Kerne und löffelt das Fruchtfleisch aus. Sehr beliebt ist der «batido de zapote», ein Milchshake mit Milch, Zucker und Eis. Auch Glace und Süssspeisen werden daraus gemacht.
Nicht verwechseln: Zapote und Níspero
Der Name «Zapote» wird in Lateinamerika für verschiedene Früchte verwendet. In Costa Rica meint man damit den lachsroten Mamey-Sapote. Die verwandte Sapodilla oder der Breiapfel (Manilkara zapota) ist kleiner, rundlicher und hat braunes, körniges Fleisch; in Costa Rica heisst sie «níspero». Ihr Baum lieferte früher den Milchsaft für Kaugummi.
Wo Sie Zapote probieren
Am ehesten auf Wochenmärkten («ferias») und auf dem Zentralmarkt in San José, aber auch an Fruchtständen entlang der Pazifikküste. Fragen Sie in Ihrer Unterkunft nach einem «batido de zapote». Weitere einheimische Früchte sind der Jocote und die Pejibaye; aus Mittelamerika stammt auch der Kakao.


