Kurz gesagt: Mandarinen (Citrus reticulata) wachsen in Costa Rica vor allem in Gärten und im Hochland. Sie sind süss, saftig und leicht zu schälen. Achtung vor Verwechslung: Der «limón mandarina» sieht ähnlich aus, ist aber sehr sauer.
Mandarinen sind in Costa Rica ein beliebter Snack für unterwegs: leicht zu schälen, süss und saftig. Sie wachsen in vielen Gärten im Zentraltal und in den kühleren Bergregionen, wo sie auch ihre leuchtende Farbe bekommen. Wer am Markt zugreift, sollte allerdings wissen, dass nicht alles, was wie eine Mandarine aussieht, auch so schmeckt.
Die Urmutter der Zitrusfrüchte
Die Mandarine (Citrus reticulata) stammt aus China und Südostasien und gehört zu den ursprünglichen Zitrusarten. Aus Kreuzungen mit der Pampelmuse entstanden später die Orange und die Grapefruit. Der kleine, immergrüne Baum trägt duftende weisse Blüten und flache, runde Früchte mit dünner, locker sitzender Schale. Darunter liegen leicht trennbare Schnitze mit süssem, aromatischem Saft.
Farbe hängt vom Klima ab
Wie bei der Orange entsteht die orange Farbe erst durch kühle Nächte. Im warmen Tiefland bleiben Mandarinen oft gelb-grün, im Hochland färben sie sich kräftig orange. Besonders schöne Früchte stammen aus den Bergregionen südlich von San José und aus dem höheren Zentraltal, wo neben Kaffee und Äpfeln auch Zitrusfrüchte gedeihen.
Vorsicht: limón mandarina
Auf Märkten liegen oft zwei sehr ähnliche Früchte nebeneinander: die süsse Mandarine und der «limón mandarina». Letzterer ist eine sehr saure Zitrusfrucht, die in Costa Rica wie eine Limette verwendet wird – für Saft, Ceviche und Marinaden. Er ist meist kleiner, hat eine dünnere Schale und riecht beim Anritzen deutlich nach Limette. Fragen Sie im Zweifel einfach: «¿Es dulce?» – ist sie süss?
Mandarinen geniessen
Am besten frisch, direkt aus der Hand. Mandarinensaft («jugo de mandarina») ist süsser und milder als Orangensaft und wird in manchen Sodas frisch gepresst. Die Schnitze kommen auch in Fruchtsalate, und aus der Schale lässt sich ein duftender Tee aufbrühen. Weil Mandarinen sich leicht schälen lassen, sind sie ideal als Proviant für Wanderungen im Nebelwald.
Wo Sie Mandarinen sehen
In Gärten und auf Bauernhöfen im Zentraltal und im Hochland, etwa auf der Fahrt nach San Gerardo de Dota, und auf Wochenmärkten im ganzen Land. Zu Weihnachten gehören Mandarinen zusammen mit Äpfeln und Trauben vielerorts zum Festtagsangebot.


