Kurz gesagt: Die Kiwi (Actinidia deliciosa) stammt aus China und braucht kühle Winter. In Costa Rica wird sie kaum angebaut; die Kiwis in Supermärkten und Hotels sind meist importiert. Wer in Costa Rica etwas Ähnliches sucht, probiert Maracuja, Guave oder Pitahaya.
Viele Reisende fragen: Gibt es in Costa Rica auch Kiwis? Ja – aber sie sind hier nur zu Gast. Die Kiwi ist keine tropische Frucht, sondern stammt aus dem gemässigten Klima Chinas. Wer in Costa Rica eine Kiwi isst, hat meist eine importierte Frucht vor sich. Umso spannender ist es, die vielen einheimischen Früchte zu entdecken, die ähnlich frisch und säuerlich schmecken.
Eine Liane aus China
Die Kiwi (Actinidia deliciosa) ist die Frucht einer kräftigen Kletterpflanze aus den Bergwäldern Chinas. Anfang des 20. Jahrhunderts kam sie nach Neuseeland, wo sie in grossem Stil angebaut wurde. Für den Export erhielt sie dort ihren heutigen Namen, nach dem flugunfähigen Nationalvogel Neuseelands. Die Pflanze ist zweihäusig: Es braucht männliche und weibliche Pflanzen, damit Früchte entstehen. Sie wächst an Spalieren, ähnlich wie Reben.
Warum Kiwis in Costa Rica kaum wachsen
Die Kiwi braucht kühle Winter mit einer gewissen Zahl an kalten Stunden, damit sie im Frühling blüht. Im tropischen Klima Costa Ricas gibt es keine Jahreszeiten mit Frost oder langen kalten Nächten. Selbst im Hochland ist es für einen ertragreichen Anbau meist zu warm und zu feucht. Deshalb stammen die Kiwis in Supermärkten und Hotels in der Regel aus Chile, Neuseeland oder Italien. Sie sind entsprechend teurer als einheimische Früchte.
Was die Kiwi besonders macht
Unter der braun behaarten Schale liegt leuchtend grünes Fruchtfleisch mit einem weissen Kern und einem Kranz aus kleinen schwarzen Samen. Es schmeckt süss-säuerlich und enthält viel Vitamin C. Die Kiwi enthält ein Enzym, das Eiweiss aufspaltet – ähnlich wie Papaya und Ananas. Deshalb wird Fruchtsalat mit Kiwi und Milchprodukten schnell bitter.
Tropische Alternativen
Wer in Costa Rica den frischen, säuerlichen Geschmack der Kiwi sucht, wird bei einheimischen Früchten fündig. Die Maracuja hat ebenfalls ein säuerliches Fruchtfleisch mit knackigen Kernen. Die Pitahaya, eine Kaktusfrucht, die in Costa Rica heimisch ist, enthält wie die Kiwi viele kleine schwarze Samen. Und die Guave ist ebenso reich an Vitamin C. Probieren Sie sie als «fresco» in einer Soda – sie sind günstiger, frischer und typischer als jede importierte Kiwi.
Ein Tipp für Ihre Reise
Nutzen Sie Ihre Zeit in Costa Rica, um Früchte zu probieren, die Sie zu Hause kaum bekommen. Auf einer Fruchtführung, auf Wochenmärkten oder beim Frühstück in einer Lodge lernen Sie Dutzende Sorten kennen. Eine Übersicht finden Sie auf unserer Seite Früchte in Costa Rica.


