Kurz gesagt: Die Guaria Morada ist seit 1939 die Nationalblume Costa Ricas. Die violette Orchidee wächst auf Bäumen und blüht vor allem von Februar bis April. Sie ist in Gärten, Dörfern und im Zentraltal häufig zu sehen.
Die Guaria Morada (Guarianthe skinneri) ist die Nationalblume Costa Ricas. Seit 1939 steht die violette Orchidee für das Land, und kaum eine Pflanze ist den Ticos so ans Herz gewachsen. Ihre grossen, leuchtend lila Blüten mit der hellen Lippe schmücken Hauswände, Gartenbäume und Dorfplätze. In der Blütezeit ist sie fast überall im Zentraltal zu sehen – oft hängen ganze Büschel an einem einzigen Baum.
Eine Orchidee, die auf Bäumen lebt
Wie viele Orchideen der Tropen ist die Guaria Morada eine Aufsitzerpflanze, auch Epiphyt genannt. Sie wächst auf Ästen und Stämmen, ohne dem Baum zu schaden. Mit ihren Luftwurzeln hält sie sich fest und nimmt Wasser und Nährstoffe aus Regen, Nebel und herabfallendem Laub auf. Verdickte Sprossteile, sogenannte Pseudobulben, speichern Wasser für die Trockenzeit. Gerade dann, wenn es kaum regnet, öffnet sie ihre Blüten.
Blütezeit und Bedeutung
Die Guaria Morada blüht vor allem von Februar bis April, häufig rund um Ostern. Früher schmückten die Menschen damit Kirchen und Altäre, heute ist sie ein Symbol für Frieden und Gastfreundschaft. Viele Familien ziehen sie im eigenen Garten auf einem Baum oder einem Stück Holz – manche Pflanzen werden über Generationen weitergegeben.
Wo Sie die Guaria Morada sehen
Natürlich wächst sie in den Wäldern der Pazifikhänge und des Zentraltals in mittleren Höhenlagen. Am einfachsten entdecken Sie sie aber in Gärten und Dörfern rund um San José, Cartago und Heredia. Eine grosse Sammlung zeigt der Lankester-Garten bei Cartago, einer der wichtigsten Orchideengärten Amerikas. Mehr über die rund 1500 Orchideenarten des Landes lesen Sie auf der Seite Orchideen in Costa Rica.
Geschützt und nicht zum Mitnehmen
Wilde Orchideen stehen in Costa Rica unter Schutz. Pflücken, Ausgraben und Ausführen sind verboten – und an der Schweizer Grenze wären sie ohnehin nicht erlaubt. Fotografieren ist dagegen ausdrücklich erwünscht: Am schönsten leuchten die Blüten im Gegenlicht am Morgen.


