Kurz gesagt: Hibiskus wächst in Costa Rica in fast jedem Garten und als Hecke. Die grossen Blüten halten meist nur einen Tag, doch die Sträucher blühen fast das ganze Jahr. Eine Hibiskusart liefert den beliebten roten Erfrischungstrank «Refresco de Jamaica».
Hibiskus gehört zu den Blumen, die man sofort mit den Tropen verbindet. In Costa Rica wächst er in fast jedem Garten, als bunte Hecke entlang von Strassen und Grundstücken und in Töpfen vor Hotels. Die grossen, trichterförmigen Blüten leuchten in Rot, Rosa, Orange, Gelb oder Weiss, oft mit dunklerem Schlund. Aus ihrer Mitte ragt eine lange Säule mit Staubgefässen und Narben – das Markenzeichen aller Hibiskusblüten.
Blüten für einen Tag
Eine einzelne Hibiskusblüte ist meist nur einen Tag geöffnet. Am Morgen entfaltet sie sich, am Abend welkt sie und fällt ab. Doch der Strauch bildet laufend neue Knospen, sodass er im feuchtwarmen Klima Costa Ricas fast das ganze Jahr blüht. Viele Hotels legen frische Blüten als Dekoration auf Betten und Tische – am nächsten Tag liegt schon die nächste da.
Gartenhibiskus und heimische Arten
Die häufigste Art in den Gärten ist der Chinesische Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis). Er stammt ursprünglich aus Asien und wurde in allen Tropen als Zierpflanze verbreitet. Daneben wachsen in Costa Rica auch heimische Verwandte. Der Strand-Hibiskus (Hibiscus tiliaceus) steht an Flussmündungen und Stränden. Seine gelben Blüten färben sich im Lauf des Tages orange bis rot.
Refresco de Jamaica
Eine besondere Art, der Rosella-Hibiskus (Hibiscus sabdariffa), wird nicht wegen der Blüten, sondern wegen der fleischigen, roten Blütenkelche angebaut. Getrocknet und mit Wasser aufgekocht, ergeben sie einen tiefroten, säuerlich-fruchtigen Tee. Kalt und mit Zucker getrunken ist er als «Refresco de Jamaica» in ganz Mittelamerika beliebt. Fragen Sie in einer «Soda», einem einfachen Restaurant, danach.
Nektar für Kolibris
Vor allem rote Hibiskusblüten ziehen Kolibris an, die mit ihren Schnäbeln tief in die Blüte tauchen. Auch Schmetterlinge und Bienen besuchen sie. Wer sich am Morgen ruhig neben eine blühende Hecke setzt, erlebt oft einen ganzen Reigen von Besuchern. Hibiskus wächst praktisch überall, wo Menschen wohnen – an der Pazifikküste ebenso wie in der Karibik und im Zentraltal.


