Kurz gesagt: Das Zebrakraut oder die Zebra-Tradeskantie, früher «Wandernder Jude» genannt, stammt aus Mexiko und Mittelamerika. In Costa Rica wächst sie an feuchten Waldrändern, in Gärten und als Bodendecker. Bei uns ist sie eine beliebte Zimmerpflanze.
Viele Reisende kennen sie von der Fensterbank zu Hause: die Zebra-Tradeskantie (Tradescantia zebrina) mit ihren silbern, grün und violett gestreiften Blättern. Heute heisst sie meist Zebrakraut oder Zebra-Ampelkraut; früher war sie im deutschen Sprachraum als «Wandernder Jude» bekannt. Weniger bekannt ist, dass die Pflanze aus Mexiko und Mittelamerika stammt – in Costa Rica begegnen Sie ihr in ihrer natürlichen Umgebung.
Früher hiess sie «Wandernder Jude»
Der frühere deutsche Name spielt auf die Wuchsform an: Die Pflanze kriecht unaufhörlich über den Boden, schlägt an jedem Knoten neue Wurzeln und «wandert» so immer weiter. Der Name geht auf eine mittelalterliche Legende zurück. Weil er heute als nicht mehr zeitgemäss gilt, verwenden Gärtnereien und Botaniker zunehmend die Bezeichnungen Zebrakraut oder Zebra-Tradeskantie.
Aussehen und Wuchs
Die Blätter sind oben silbern und grün gestreift, unten kräftig violett. Im Gegenlicht leuchten sie wie Buntglas. Die Stängel sind saftig und brechen leicht, doch jedes abgebrochene Stück kann neu anwachsen. Zwischen den Blättern erscheinen immer wieder kleine, dreizählige Blüten in Rosa bis Violett. In der Natur bildet die Pflanze dichte Teppiche an feuchten, halbschattigen Stellen.
Wo Sie die Pflanze in Costa Rica sehen
An Waldrändern, Bachufern und Böschungen im Zentraltal und in mittleren Höhenlagen, aber auch in vielen Gärten, wo sie als Bodendecker oder in Hängetöpfen gezogen wird. In Lodges rund um den Arenal und in Monteverde wächst sie oft entlang der Wege. Achten Sie auf die violetten Blattunterseiten – sie verraten die Pflanze sofort.
Eine Zimmerpflanze mit Herkunft
Costa Rica ist die Heimat vieler Pflanzen, die bei uns auf Fensterbänken stehen – neben der Tradeskantie etwa Monstera, Philodendron und viele Bromelien. Bitte nehmen Sie trotzdem keine Stecklinge mit: Pflanzen dürfen ohne Pflanzengesundheitszeugnis nicht in die Schweiz eingeführt werden. Ein Foto ist das schönere Andenken.


