Kurz gesagt: Den Roten Ara sehen Sie in Costa Rica am sichersten im Carara-Nationalpark und an der Mündung des Río Tárcoles sowie auf der Osa-Halbinsel rund um Corcovado. Am späten Nachmittag fliegen die Paare laut krächzend zu ihren Schlafplätzen.
Der Hellrote Ara, meist einfach Roter Ara oder «Lapa Roja» genannt, ist ein grosser, prächtiger Papagei mit scharlachrotem Gefieder, gelben und blauen Flügeln und einem langen Schwanz. Sein lautes Krächzen hört man schon von weitem. Paarweise oder in kleinen Gruppen fliegen die Aras über das Blätterdach auf Futtersuche oder steuern vor der Dämmerung ihre Schlafplätze an.
Partner fürs Leben
Aras leben monogam: Paare bleiben meist ein Leben lang zusammen und fliegen fast immer Seite an Seite. Sie brüten in Höhlen hoher, alter Bäume und ziehen pro Brut meist ein oder zwei Junge gross. Mit ihrem kräftigen Schnabel knacken sie harte Nüsse und Samen, die für andere Tiere unerreichbar sind. Gelegentlich fressen sie lehmige Erde an Flussufern – vermutlich, um Giftstoffe aus unreifen Samen zu binden.
Bedroht – und wieder häufiger
Wilderei für den Tierhandel und die Rodung alter Brutbäume haben den Roten Ara in vielen Teilen Mittelamerikas selten werden lassen. In Costa Rica gibt es heute zwei grosse wilde Populationen: im zentralen Pazifik rund um den Carara-Nationalpark und auf der Osa-Halbinsel. Dank Schutzprogrammen, künstlichen Nisthilfen und Auswilderungsprojekten nehmen die Bestände dort wieder zu. Der Rote Ara ist streng geschützt; Haltung und Handel sind verboten.
Wo Sie Rote Aras sehen
- Carara-Nationalpark und Río Tárcoles – am späten Nachmittag fliegen Aras von der Küste ins Landesinnere; ein Klassiker auf dem Weg an den Pazifik.
- Osa-Halbinsel und Corcovado – in Drake Bay, Puerto Jiménez und an der Sirena-Station oft in grosser Zahl.
- Weitere Orte – Golfo Dulce und vereinzelt die Küste bei Jacó.


