Kurz gesagt: Das Museum im Viertel Barrio Escalante erinnert an Rafael Ángel Calderón Guardia, Präsident von 1940 bis 1944. Unter ihm entstanden die Sozialversicherung, das Arbeitsgesetz und die Universität von Costa Rica.
Das Museum widmet sich Dr. Rafael Ángel Calderón Guardia (1900–1970), Arzt und Präsident Costa Ricas von 1940 bis 1944. In seiner Amtszeit wurden die grossen Sozialreformen des Landes eingeführt, die Costa Rica bis heute prägen. Untergebracht ist das Museum im ehemaligen Wohnhaus der Familie im Viertel Barrio Escalante.
Die Sozialreformen der 1940er Jahre
Unter Calderón Guardia entstanden Einrichtungen, die zu den Grundpfeilern des costa-ricanischen Sozialstaats wurden:
- Universität von Costa Rica (1940) – heute die grösste Hochschule des Landes.
- Sozialversicherung (Caja Costarricense de Seguro Social, 1941) – Grundlage des öffentlichen Gesundheitssystems.
- Soziale Garantien in der Verfassung und das Arbeitsgesetz (1943) – mit Mindestlohn, Arbeitszeitregeln und Recht auf Gewerkschaften.
Diese Reformen gelten als Grund dafür, dass Costa Rica bis heute eine im lateinamerikanischen Vergleich hohe Lebenserwartung und ein gutes Gesundheitssystem hat. Die politischen Spannungen dieser Jahre mündeten allerdings 1948 in einen kurzen Bürgerkrieg, nach dem das Land seine Armee abschaffte – mehr dazu im Nationalmuseum.
Was Sie sehen
Vier historische Säle zeigen Leben und Werk des Präsidenten mit Fotos, Dokumenten und persönlichen Gegenständen. Eine Galerie bietet Wechselausstellungen und kulturelle Veranstaltungen. Die Texte sind überwiegend auf Spanisch.
Tipps für Ihren Besuch
Das Barrio Escalante östlich des Zentrums ist heute eines der beliebtesten Ausgehviertel San Josés, mit Restaurants, Cafés und Craft-Beer-Bars – ein schöner Ort für ein Abendessen nach dem Museumsbesuch.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich häufig – bitte prüfen Sie sie vor dem Besuch auf der Website des Museums.


