Kurz gesagt: Das Nationalmuseum zeigt die Geschichte Costa Ricas von der ersten Besiedlung bis heute. Es liegt in der ehemaligen Bellavista-Kaserne an der Plaza de la Democracia – mit Einschusslöchern aus dem Bürgerkrieg von 1948. Planen Sie zwei Stunden ein.
Das Nationalmuseum erforscht und bewahrt das kulturelle und natürliche Erbe Costa Ricas. Es wurde 1887 gegründet und ist damit eines der ältesten Museen Mittelamerikas. Für einen ersten Überblick über Geschichte und Kultur des Landes ist es der ideale Ort.
Eine Kaserne wird zum Museum
Untergebracht ist das Museum in der ehemaligen Kaserne Cuartel Bellavista, einer gelben Festung mit Türmen hoch über der Stadt. An ihren Mauern sind noch Einschusslöcher aus dem Bürgerkrieg von 1948 zu sehen. Nach dem Krieg schaffte Costa Rica 1948 seine Armee ab – ein weltweit beispielloser Schritt. Die Festung wurde symbolisch dem Museum übergeben: aus einem Ort des Militärs wurde ein Ort der Bildung.
Was Sie sehen
- Präkolumbische Geschichte – von den ersten Besiedlungen bis zur Ankunft der Spanier, mit Keramik, Metates (Mahlsteinen) und Goldschmuck.
- Steinkugeln – Beispiele der rätselhaften, erstaunlich runden Steinkugeln aus dem Diquís-Delta im Süden, die zum UNESCO-Welterbe gehören.
- Kolonialzeit und Republik – eingerichtete Räume, Möbel und Dokumente aus der Zeit nach der Unabhängigkeit 1821.
- Schmetterlingsgarten – gleich beim Eingang, mit Dutzenden tropischer Falter.
- Aussicht – von den Mauern und Türmen blicken Sie über die Plaza de la Democracia.
Tipps für Ihren Besuch
Planen Sie etwa zwei Stunden ein. Gegenüber liegt das moderne Jade-Museum, wenige Gehminuten entfernt das Gold- und Münzmuseum und das Teatro Nacional – zusammen ein schöner Museumstag in der Hauptstadt, etwa am Anfang oder Ende Ihrer Rundreise.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich häufig – bitte prüfen Sie sie vor dem Besuch auf der Website des Museums.


