Kurz gesagt: Das Jade-Museum liegt gegenüber der Plaza de la Democracia und dem Nationalmuseum. Auf mehreren Etagen zeigt es Jadeschmuck, Keramik und Steinobjekte aus über 2000 Jahren. Planen Sie rund zwei Stunden ein.
Das Jade-Museum zeigt die grösste Sammlung präkolumbischer Jade auf dem amerikanischen Kontinent. Seit 2014 ist es in einem modernen Neubau gegenüber der Plaza de la Democracia untergebracht, dessen grüne, facettierte Fassade an einen geschliffenen Jadeblock erinnert. Getragen wird das Museum vom staatlichen Versicherungsinstitut INS, das die Sammlung über Jahrzehnte aufgebaut hat.
Jade – kostbarer als Gold
Für die präkolumbischen Völker Costa Ricas war Jade wertvoller als Gold. Der grüne Stein stand für Wasser, Fruchtbarkeit und Leben und wurde zu Anhängern, Perlen und Zeremonialbeilen verarbeitet, die Macht und Rang ihrer Träger zeigten. Da es in Costa Rica selbst kaum Jade gibt, gelangte das Rohmaterial vermutlich über weite Handelswege aus dem heutigen Guatemala ins Land – ein Beleg für die Verbindungen zwischen den Kulturen Mesoamerikas.
Was Sie sehen
- Jadeschmuck und Kultgegenstände, die meisten zwischen etwa 500 vor und 800 nach Christus entstanden.
- Objekte aus Keramik, Stein, Knochen, Muscheln und Gold.
- Metates – kunstvoll verzierte Mahlsteine – und Steinskulpturen.
- Thematische Räume zu Alltag, Ritualen, Fruchtbarkeit und Tod der präkolumbischen Gesellschaften.
Tipps für Ihren Besuch
Die Ausstellung ist modern gestaltet und gut beschriftet, auch auf Englisch. Gegenüber liegt das Nationalmuseum in der alten Bellavista-Kaserne; beide zusammen geben einen hervorragenden Überblick über die Geschichte des Landes vor und nach der Ankunft der Spanier.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich häufig – bitte prüfen Sie sie vor dem Besuch auf der Website des Museums.


