Im Reich der giftigen Tiere Costa Ricas

Giftige Tiere in Costa Rica

Wie praktisch auf der ganzen Welt sind auch in den tropischen Ländern zahlreiche Arten von Gifttieren zu finden. Wenn von Gifttieren die Rede ist, so denkt man unweigerlich an Giftschlangen, Skorpione und Spinnen. Gerade unter den Insekten finden sich zum Teil erheblich giftige Vertreter, so zum Beispiel einige monströsen Spezies der Ameisen, welche durchaus 1 - 3 cm Länge erreichen können. (24-Stunden-Ameise).Mit ihren mächtigen Kieferzangen oder Stacheln können Ameisen schmerzhafte Verletzungen verursachen. Wer sich viel in der Natur aufhält, muss immer wieder mal damit rechnen, giftigen Tieren zu begegnen. Der Stich der berüchtigtsten aller Ameisen, der 24-Stunden-Ameise kann bei allergischen Reaktionen den Tod bedeuten, grausame Schmerzen und Fieber während rund 24 Stunden! Nicht zuletzt wird diese Ameisenart von den Einheimischen mehr gefürchtet als Giftschlangen und Skorpione!

Der Buschmeister, die grosse Lanzenotter (Terciopelo) und die Korallenschlange gehören zu den gefährlichsten Giftschlangen in Costa Rica.

Fatale Folgen kann es haben, wenn die hochgiftige Korallenotter mit einer der harmlosen und ungiftigen Vertreter der Königsnatter verwechselt wird.

Eine relativ häufig vorkommende Giftschlange ist die Greifschwanzlanzenotter, die einzige ihrer Art, welche zitronengelb sein kann (fast ausschliesslich an der Karibik)

Aber Eines ist sicher: Weder Schlangen, Skorpione noch Vogelspinnen treten in Massen auf, es braucht schon Glück, solche Tiere überhaupt zu Gesicht zu bekommen!

In Costa Rica gibt es 15 Arten von Giftschlangen, Bisse der meisten davon können für den Menschen den Tod oder Verstümmelung bedeuten, sofern kein Antiserum in nützlicher Frist zu Verfügung steht, auch dann gibt es keine Gewähr, dass das Bissopfer überlebt. (Serumschock wegen Unverträglichkeit). Aber solche fatalen Kontakte mit diesen giftigen Reptilien sind zum Glück äusserst selten.

An der Pazifikküste sind Begegnungen mit der äusserst giftigen Seeschlange selten, auf der karibischen Seite fehlen Seeschlangen gänzlich.

Es gibt nicht nur giftige Tiere, sondern auch viele giftige Pflanzen, welche unangenehme Folgen verursachen können: unseren einheimischen Brennnesseln ähnliche Pflanzen, welche bei Berührungen heftige Schmerzen und Allergien auslösen können, Dornen an Baumstämmen und Ästen, welche bei Berührungen sich tief ins Fleisch bohren und dann leicht abbrechen können, die Folgen sind sehr schmerzhafte und schnell eiternde Wunden, scharfkantige Blätter, die tiefe Schnittwunden verursachen.....das Arsenal an solchen Pflanzen ist gross ! Also bedenken wir: auch vor der Pflanzenwelt muss man sich durchaus in Acht nehmen!

Es ist kein Witz: von einer Kokosnuss erschlagen zu werden stehen die Chancen um Einiges höher!
Unter den behaarten Raupen gibt es Vertreter, welche bei Berührung sehr schmerhafte Verbrennungen hervorrufen. In Puerto Viejo (Karibik) müssen immer wieder mal Kinderspielplätze geschlossen werden, da solche Raupen in Massen auftreten können.

Ameisen, Skorpione, Pfeilgiftfrösche, Tausendfüssler, alle Arten von Kröten, die Vogelspinnen und nicht zuletzt alle Arten von beissenden, stechenden und saugenden Insekten sind weitere Vertreter im Reich der Gifttiere.

Für Ihre Aktivreisen aller Art, vor allem im Urwald ist eine gutes Schuhwerk (keine Flip Flops!!), entsprechende Kleidung (lange Hosen, T-Shirt oder ein leichter Pulli) angebracht, dazu ein wirksames Mittel gegen Mücken und Konsorten.

Ein guter und gesunder Verstand gehört ebenso dazu wie Vorsicht im Umgang mit unbekannten Tieren und Pflanzen, am besten Hände weg und nur mit den Augen schauen! Unfälle mit giftigen Tieren kann ein schnelles Ende einer schönen Reise bedeuten.
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